Buch- und Verlagspräsentation
Donnerstag, 14. April 2011
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

ADELHEID DAHIMÉNE: Rauchernovelle (Klever Verlag, Wien)
Lesung mit BIRGIT SCHWANER (Wien) und GÜNTHER KAIP (Wien)

Zum Buch:
„... bin eine verwundete Soldatin im Fronteinsatz, bin ein kleines, im Keller eingesperrtes Kind, bin blinde Passagierin und Halbkriminelle auf der Flucht vor den Inquisitoren. Wenn meine Zigarrenschachtel hohl klingt, geht es langsam ans Eingemachte. Ich lege Munition nach wie Holzscheiter in eine auskühlende Ofenglut, dann ziehe ich, dann feuere ich. So läuft die Prozedur seit zwanzig Jahren: zielen und abdrücken und aufflammen.” (Aus „Rauchernovelle”)

Eine Bahnfahrt zwischen Paris, Venedig und Budapest gerät für die weibliche Hauptfigur der „Rauchernovelle” zum „Kreuzschraubenverhängnis”: Golgotha und Odyssee einer modernen Märtyrerin, die Zug um Zug rauchenderweise durch einen Albtraum reist - unterwegs mit Kontrollorganen, Schächerinnen und Leidensgenossen. Rettung naht in Gestalt von Anatol, dem ungarischen Bordservicemann. Die Autorin entwirft „für aussterbende Stämme wie den unseren” einen grellen Mix aus Satire, Comic und Krimi - ein Hohelied auf die „Virginier”. (Verlagstext)


ADELHEID DAHIMÉNE, geboren 1956 in Altheim, Oberösterreich, gestorben 2010 in Deutschland, lebte als Schriftstellerin in Wels und schrieb Literatur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Sie wurde mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur (1998 und 2004), und dem Feldkirchner Lyrikpreis (2006). 2006 wurde sie auch für den Internationalen Christian-Andersen-Preis nominiert.
Unter anderem organisierte sie in Wels das Literaturprogramm im Kulturzentrum Schl8hof. Zuletzt wurden dort die Minidramen „Frisches Blut” unter Adelheid Dahimènes Ägide uraufgeführt (Regie Lukas Cejpek). Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher, zuletzt u. a. „Blitzrosa Glamour”. Gedichte, Klever Verlag (2009); „Ein bißchen mehr Jubel und Trubel bitte!”, Verlag Bibliothek der Provinz (2010); „Da vorne gibt es was zu lachen”, Residenz Verlag (2010).
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>