Verleihung der Heimrad-Bäcker-Preise
Donnerstag, 9. Juni 2011
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

HEIDEMARIE UHL: Die Sprache/n der Vergangenheit. Heimrad Bäckers „Nachschrift” als Gedächtnisort

Laudationes
Lesungen der Preisträger
ULF STOLTERFOHT (Heimrad-Bäcker-Preis)
PETRA CORONATO (Förderpreis)

Heimrad Bäckers „nachschrift” analysiert mit den Mitteln der konkreten Poesie die Genese und Struktur der Shoah. Die Historikerin Heidemarie Uhl untersucht in ihrem Vortrag, wie Heimrad Bäckers Werk im Spannungsfeld von Dokument, Gedächtnis und Repräsentation zu positionieren ist.
Dieses Gedenken an den Autor wird durch das beispiellose literaturfördernde Vermächtnis Heimrad Bäckers ergänzt: Noch zu Lebzeiten hat er zusammen mit seiner Frau Margret den „Heimrad-Bäcker-Preis” (dotiert mit Euro 8.000,-) und den „Förderpreis zum Heimrad-Bäcker-Preis” (dotiert mit Euro 3.500,-) gestiftet. Diese Preise sollen experimentelle Dichtung, Literatur als Kunst oder relevante Literatur abseits von Belletristik fördern.
Nach Entscheidung der Jury (Franz Josef Czernin, Thomas Eder und die letztjährige Preisträgerin Brigitta Falkner) werden die diesjährigen Preise verliehen an: Ulf Stolterfoht (Heimrad-Bäcker-Preis) und Petra Coronato (Förderpreis).

Ulf Stolterfoht, geboren 1963 in Stuttgart. Lebt in Berlin als freier Schriftsteller und Übersetzer. 2008/09 Gastprofessor für Lyrik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, im Sommer 2009 Poetikdozentur an der Universität Hildesheim. Gedichtbände u. a.: „fachsprachen I-IX” (1998), „fachsprachen X-XVIII” (2002), „fachsprachen XIX-XXVII” (2004), „holzrauch über heslach” (2007) und „fachsprachen XXVIII-XXXVI” (2009), alle bei Urs Engeler Editor, Basel erschienen; „das nomentano-manifest” (2009), Ostheim/Rhön. Theorie: „ammengespräche”, roughbooks, Holderbank 2010.

Petra Coronato, geboren 1956 in Biberach/Riß. Fotografin, Studium der Philosophie, Geschichte und Indologie. Lebt in Berlin und Wien. 1993 Gründung des literarischen Labels „tongue tongue Hongkong”. Literarische und fotografische Publikation im Netz. Zuletzt erschienen: „City of Angels”, Berlin 2007; „Eleven to Twenty-one/Elf bis Einundzwanzig”, London, The Photographers’s Office 2007.

Heidemarie Uhl, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Gedächtniskultur, Repräsentationen gesellschaftlicher Erinnerung (Gedenkstätten, Denkmäler,…) und zur österreichischen/europäischen Geschichtspolitik, u. a.: „Zeitgeschichte ausstellen in Österreich. Museen - Gedenkstätten - Ausstellungen”, Wien-Köln-Weimar 2011.
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