Buchpräsentation
Montag, 26. September 2011
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

BANK AUSTRIA LITERARIS
Großer Preis für Literatur aus dem Osten und Südosten Europas

RENATA ŠERELYTÉ: Blaubarts Kinder. Roman. Aus dem Litauischen von Cornelius Hell
(EditionZwei im Wieser Verlag, Klagenfurt)

Lesung mit der Presiträgerin 2010, Sparte Prosa
INGRID HÖLLER liest aus der deutschen Übertragung

Einführung: CORNELIUS HELL

Veranstaltet mit: KulturKontakt Austria, Bank Austria, Litauisches Kulturministerium und Wieser Verlag, Klagenfurt
RENATA ÐERELYTË, geboren 1970 in Simoniai, studierte Lituanistik in Vilnius. Danach Redakteurin und Journalistin für Zeitungen und Zeitschriften. Ihr Werk umfasst Literaturkritiken, Gedichte, Erzählungen, Dramen und Kinderbücher. Erste Gedichte wurden 1986, ihr erster Band mit Kurzgeschichten 1995 veröffentlicht. Für "Sterne der Eiszeit", ihren ersten Roman, wurde sie 1999 mit dem renommierten Þemaitë-Preis ausgezeichnet, im selben Jahr gewann sie den 2. Preis des Open-Society-Wettbewerbs für Kinder- und Jugendtheater mit dem Stück „Stoglanis” (Das Dachfenster). 2001 erhielt sie den Vaièiulaitis-Preis, 2010 Preisträgerin des 3. Bank Austria Literaris Preis in der Sparte Prosa. Seit 1995 Tätigkeit als Rezensentin und Essayistin. Renata Ðerelytë lebt in Vilnius. Veröffentlichungen u. a.: „Vardas tamsoje” (Ein Name im Dunkel), Vilnius 2004; „Balzamuotojas” (Der Balsamierer), Vilnius 2006; „Mëlinbarzdþio vaikai” (Blaubarts Kinder), Vilnius 2009; „Vëjo raitelis” (Der Windreiter), Vilnius 2010.
Zum Buch: „Eine Tote lässt ihr Leben Revue passieren, das sie aus ihrer litauischen Kleinstadt ins tiefe Russland verschlagen hat. Sie war überzeugte Kommunistin und ließ sich von ihrem litauischen Mann - einem passiven, an nichts interessierten Alkoholiker - scheiden und folgte dem Russen Anatolij in eine russische Kleinstadt. In der Partei hatte sie es schwer mit den Männerhierachien, in der Stadt blieb sie eine Fremde, und der Mann ist jähzornig und gewalttätig und hat ihr das Gesicht verbrannt: "Ich bin Blaubarts Frau mit einem vom Bügeleisen verbrannten Gesicht." […]
Sohn und Tochter kehren nach Litauen zurück und erleben die ersten Jahre der Unabhängigkeit. […] Sehr spät kommen beide in Kontakt mit ihrem Halbbruder in Russland. Aus den Erzählungen der vier Personen entsteht nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch ein vielschichtiges Gemälde von Mentalitäten und Milieus, das durch seine bilderreiche Phantasie ebenso fasziniert wie durch seine Ironie. Das Leben in der Provinz und die litauische Hauptstadt Vilnius in den 1990er Jahren werden in vielen authentischen Details ins Bild gerückt.” (Verlagstext)
INGRID HÖLLER, geboren in Linz, Ausbildung an der Bruckner-Privatuniversität Linz. Seit 1990 ständiges Ensemble-Mitglied des Theater Phönix. Einladungen zu Theaterfestivals u. a. Theaterspectacel Zürich, Mannheim, Bern. Darüber hinaus Hörspiele, Lesungen und Regie.
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