Buchpräsentation
Dienstag, 27. September 2011
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

ELISABETH REICHART: Die Voest-Kinder. Roman
(Otto Müller Verlag, Salzburg)
Lesung mit der Autorin

Einführung: SILVANA STEINBACHER

Veranstaltet mit: Otto Müller Verlag, Salzburg

ELISABETH REICHART, geboren 1953 in Steyregg/OÖ. Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg und Wien. Dissertation über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Salzkammergut. Längere Auslandsaufenthalte in Japan und den USA, lebt als freiberufliche Schriftstellerin in Wien. 1992 Leiterin des ersten AutorInnenlabors in der Alten Schmiede, Wien. Herausgeberin der Anthologie „Österreichische Dichterinnen” 1993. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u. a.: Österreichischer Würdigungspreis für Literatur, Anton Wildgans-Preis, Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur. Publikationen u. a.: „Februarschatten”, Erzählung, 1994 (2004); „Sakkorausch”, Ein Monolog, Salzburg-Wien 1994; „Nachtmär”, Roman, Salzburg-Wien 1995; „Das Haus der sterbenden Männer”, Roman, Salzburg-Wien 2005; „Die unsichtbare Fotografin”, Roman, Salzburg-Wien 2008.

Zum Buch: „Oberösterreich, Mitte der fünfziger Jahre: Seine ersten Lebensjahre verbringt das Mädchen mit Eltern und Großeltern in einer Kleinstadt an der Donau. Am gegenüberliegenden Ufer steht die Voest, die Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerke, gegründet 1938 als Hermann Göring-Werke, wo der Vater arbeitet. In der magischen Welt des Mädchens lebt ein Drache im Hochofen. Doch mit der Übersiedlung der Familie Anfang der 1960er Jahre in die Ödnis der Voest-Siedlung lösen sich die Märchen auf: Der feuerspeiende Drache verschwindet und der Ruß ist nur noch schmutzig. Das Mädchen lernt, dass sie über das Tausendjährige Reich keine Fragen stellen darf. Das Denken der Erwachsenen ist nun auf die Zukunft gerichtet, der von der Puppe und den Musikinstrumenten bis zur Familie alles geopfert wird, um irgendwann später glücklich zu sein. Als erster aus der Siedlung wird der Vater als Bauleiter an den Blauen Nil in den Sudan geschickt, der nur noch alle zwei Jahre zu Besuch nach Hause kommt - von Globalisierung spricht noch niemand. Das Mädchen versucht sich zurechtzufinden zwischen Schweigen und Wörtern, die sie nicht versteht. Seine Wahrnehmungen bedeuten für die Erwachsenen eine Bedrohung, erinnern diese zu schmerzlich an die eigenen, von den Nationalisten verunmöglichten Sehnsüchte. Die Großen versuchen, das Kind zum Konformsein zu bewegen. Es gelingt ihnen vorübergehend, bis das Mädchen die Welt in ihrem Kopf entdeckt und seine Fantasie lebendig wird.” (Verlagstext)
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