Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

MARLEN HAUSHOFER: Die Wand. Roman
(Mohn Verlag, Gütersloh 1963)

Lesung: OLGA FLOR
Referat: DANIELA STRIGL
Moderation: KLAUS KASTBERGER

Ein Kooperationsprojekt der Alten Schmiede, Wien und des StifterHauses
Mit freundlicher Zustimmung der Ullstein Verlage, Berlin
Haushofers Robinsonade erzählt vom durch eine Katastrophe erzwungenen Rückzug einer Frau aus dem zivilisatorischen Zusammenhang der Stadt in einen ahistorischen Naturraum. „Die Wand” enthält ein gerüttelt Maß an Aggression gegen die von Männern propagierte Rüstungs-, Fortschritts- und Konsumideologie der Wirtschaftswunder-Zeit, in der Haushofer sich fundamental fremd fühlte: „jene Wand, die ich meine, ist eigentlich ein seelischer Zustand, der nach außen plötzlich sichtbar wird.” (Daniela Strigl)

MARLEN HAUSHOFER, geboren 1920 in Frauenstein (Molln), Mittelschulinternat in Linz; Studium der Germanistik in Wien und Graz, 1941 Heirat mit dem Zahnarzt Manfred Haushofer, ab 1947 mit ihrer Familie in Steyr; verkehrt in Wien im literarischen Zirkel um Hans Weigel; 1950 geheime Scheidung, 1957 Erneuerung der Ehe. Seit 1946 Veröffentlichungen, 1952 erste Buchpublikation. Sie starb nach einer Operation im März 1970 in Wien. Bücher (Auswahl): „Das fünfte Jahr”. Novelle (1952); „Eine Handvoll Leben”. Roman (1955); „Die Tapetentür”. Roman (1957); „Wir töten Stella”. Erzählung (1958); „Die Wand”. Roman (1963); „Himmel, der nirgendwo endet”. Roman (1966); „Schreckliche Treue”. Erzählungen (1968); „Die Mansarde”. Roman (1969).

OLGA FLOR, geboren 1968, lebt als Schriftstellerin in Graz. Zuletzt erschienen „Talschluss”. Roman (2005); „Kollateralschaden”. Roman (2008).

DANIELA STRIGL, geboren 1964, Essayistin und Literaturkritikerin in Wien, universitäre Lehre seit 2007. Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik (2001); Jury des Ingeborg Bachmann-Preises, des Deutschen Buchpreises. Zahlreiche Veröffentlichungen v. a. zur österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. „Wahrscheinlich bin ich verrückt…” Marlen Haushofer - die Biographie (2009).
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