VR/Ö/GL 2/7
Dienstag, 22. November 2011
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 14.30 bis 17.30 Uhr

Vortrag

KONSTANZE FLIEDL: Der zeitgenössische Kriminalroman am Beispiel von Wolf Haas

In Kooperation mit dem Pädagogischen Institut des Bundes

„Kriminalliteratur boomt. Krimis machen ein Viertel des Umsatzes an Belletristik aus (beim Hörbuch sogar ein Drittel). Diese Beliebtheit des Genres wirft Fragen auf: Was fasziniert die Leser am blutigen Geschäft? Gilt das Interesse der Psyche des Täters („Verbrechensgeschichte”) oder dem intellektuellen Vergnügen an der Lösung des „Täterrätsels” („Detektivroman”)? Wird der Krimi - in metaphysischer Hinsicht - als Wiederherstellung einer gerechten Ordnung geschätzt, oder - unter tiefenpsychologischen Gesichtspunkten - als Ventil unterdrückter Aggressionen? Welche strafrechtlichen, erkenntnistheoretischen und ästhetischen Aspekte verbinden sich mit der Gattung? Was kann jugendliche Leser daran reizen? An Beispielen von Wolf Haas soll der Struktur, der sprachlichen Form und der Ideologie des zeitgenössischen Kriminalromans nachgegangen werden.” (Christian Schacherreiter)


KONSTANZE FLIEDL, Professorin für Neuere deutsche Literatur am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg. Studium der Deutschen Philologie, Kunstgeschichte und Theologie in Wien. Habilitation 1997 („Arthur Schnitzler. Poetik der Erinnerung”, Wien 1997). Vorsitzende der Arthur Schnitzler-Gesellschaft. Forschungsschwerpunkte: Literatur der Jahrhundertwende, Literatur von Frauen, Editionstechnik. Zahlreiche literaturkritische Arbeiten; Publikationen zu Canetti, Bachmann, Haushofer, Jelinek u. a.
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