Literatursalon um vier
Dienstag, 31. Jänner 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 16.00 Uhr

Franz Kain und Karl Wiesinger:
Literatur, Geschichte, Widerstand

Vortrag und Gespräch mit:
MARGIT KAIN,
STEFAN KRAFT,
STEFAN MAURER und
HELMUT NEUNDLINGER


„Freunde waren sie seit den Schultagen im Goiserer Stephaneum in den 1930ern. Im Zweiten Weltkrieg entrannen beide nur knapp dem Tod, weil sie aktiv Widerstand leisteten. Nach dem Krieg traten sie der kommunistischen Partei bei, schrieben für die Tageszeitung „Neue Zeit” und blieben einander lebenslang in streitbarer Freundschaft verbunden. Im Literarischen Salon sollen die Gemeinsamkeiten, aber auch die unterschiedlichen politischen und ästhetischen Positionen von Kain und Wiesinger erörtert und dargestellt werden. Nach kleinen Impulsreferaten diskutieren der Verleger Stefan Kraft, der Literaturwissenschaftler Stefan Maurer und der Autor Helmut Neundlinger mit Margit Kain, der Witwe von Franz Kain, über Nähe und Distanz zwischen zwei Autoren, die auf unterschiedliche Weise die oberösterreichische Nachkriegsliteratur prägten.” (Helmut Neundlinger)

FRANZ KAIN, (1922-1997), geboren in Bad Goisern. Pflichtschule im katholischen "Stephaneum". Mit 14 Jahren Mitglied des kommunistischen Jugendverbandes, 1936 wegen Verteilens illegaler Flugblätter Haft und Arrest. Zimmermannslehre, Holzknecht, weiterhin politische Arbeit. 1942 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Einberufung zur Strafbrigade 999 und Einsatz in Afrika, kommt 1943 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Veröffentlicht in Zeitschriften der Emigration unter dem Pseudonym Frans Demasin. 1946 Heimkehr. Chefredakteur der "Neuen Zeit" in Linz, Zusammenarbeit mit Arnold Bronnen. 1953-56 Korrespondent der "Österreichischen Volksstimme" in Berlin, Kontakt zu Bert Brecht, Anna Seghers, Johannes R. Becher, Arnold Zweig, Peter Huchel. Neben den Buchpublikationen Lyrik und Essays in Zeitschriften und Anthologien. Übersetzungen ins Tschechische, Russische und Ukrainische, Hörspiele und Erzählungen im ORF. 1979 Berufstitel Professor. Preise u. a.: Theodor Körner-Förderungspreis, Linzer Förderungspreis, Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz für Literatur 1988, Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 1989, Adalbert-Stifter-Preis für Literatur des Landes Oberösterreich 1994.

KARL WIESINGER, (1923-1991) war gelernter Dentist und lebte als Schriftsteller in Linz. Er verfasste zahlreiche Theaterstücke, Romane und Erzählungen (u. a.: "Standrecht", "Achtunddreißig", "Der rosarote Straßenterror"). Bekanntheit erlangte er durch das unter dem Pseudonym Max Maetz publizierte literarische Schelmenstück "Weilling - Land und Leute"


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