Buchpräsentation
Montag, 12. März 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Franz Tumler - Jahrgang 1912

Präsentation des ersten Bandes der neuen Werkausgabe:
Nachprüfung eines Abschieds. Erzählung
(Haymon Verlag, Innsbruck)

Lesung und Gespräch mit
REINHARD KAISER-MÜHLECKER und
JOHANN HOLZNER

Veranstaltet mit:
Haymon Verlag, Innsbruck

FRANZ TUMLER (1912-1998), geboren in Südtirol, aufgewachsen in Oberösterreich, wird mit der Erzählung „Das Tal von Lausa und Duron” zum Shootingstar des Dritten Reiches. Während er in der NS-Zeit Texte wie „Der Soldateneid” und Auftragsarbeiten für den damaligen Kulturbetrieb verfasst, wendet er sich nach Kriegsende der Suche nach den Sätzen zu und entwickelt eine andere Form des Erzählens. 1956 erhält er für den Roman „Der Schritt hinüber” den renommierten Charles-Veillon-Preis, Tumler wird in den 1960er Jahren sogar Direktor an der Berliner Akademie der Künste.

JOHANN HOLZNER, geboren 1948 in Innsbruck, Studium der Germanistik und Geschichte. Dissertation: „Untersuchungen zur Überwindung des Nationalsozialismus in Österreich”. Ab 1973 Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik in Innsbruck, seit 2001 Leiter des Forschungsinstituts Brenner-Archiv. Lehrtätigkeit an den Universitäten Wrocław, Salzburg, Santa Barbara und St. Petersburg. Vortragstätigkeit im In- und Ausland, Jurymitglied bei zahlreichen Literaturpreisen, Mitherausgeber von Literaturzeitschriften.

REINHARD KAISER-MÜHLECKER, geboren 1982 in Kirchdorf an der Krems, Studium der Landwirtschaft, Geschichte und der Internationalen Entwicklung in Wien. 2008 Romandebüt „Der lange Gang über die Stationen” (Jürgen-Ponto-Literaturpreis und Hermann-Lenz-Stipendium), „Magdalenaberg”, Roman, 2009; „Wiedersehen in Fiumicino”, Roman, 2011; „Die Therapie”, Ein Stück, 2011.

Zum Buch:
„Mit seinem literarischen Schaffen prägte Franz Tumler die moderne Erzählliteratur der Nachkriegszeit nachhaltig. So gehört ‚Nachprüfung eines Abschieds’ zu den beachtlichsten Prosastücken nicht nur Franz Tumlers, sondern einer ganzen Autorengeneration. (…)
Im Zentrum steht das Thema der Schuld, sowohl in einer privaten als auch in einer politischen Dimension. Markant, aufwühlend und kompromisslos schildert Franz Tumler die schmerzlichen Erfahrungen zweier Menschen, die voneinander Abschied nehmen. In stetem Einkreisen und Beschreiben rekonstruiert er deren Begegnung und dringt dabei bis in die tiefsten Gründe des Zwischenmenschlichen vor. Gleichzeitig ist die Erzählung Reflexion über die Kunst des Erzählens, besser gesagt: über die Strategien des Erzählens nach dem Ende aller großen Erzählungen.”
(Verlagstext)
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