Für die Beweglichkeit: Kreuzungen, Paraphrasen.
Donnerstag, 12. April 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 15:00 Uhr

Für die Beweglichkeit: Kreuzungen, Paraphrasen.
Zwei Vorträge

MANFRED BAUSCHULTE (Köln): Touché!
(Poesie im Kreuzen von Gedanke und Gefühl: geschrieben zu Gunnar Ekelöf, gesprochen zu René Char)

THERESIA PRAMMER (Berlin): Einstimmen. Dichtung als Disziplin

Moderation: MICHAEL BRAUN (Heidelberg)

Eine Veranstaltung im Rahmen des von der Künstlervereinigung MAERZ in Kooperation mit dem StifterHaus veranstalteten Festivals "Für die Beweglichkeit. Tage der Poesie 2012" (Konzept: CHRISTIAN STEINBACHER/FLORIAN HUBER)

Indem seine Lyrik auf die Mittel der Berührung und Identifikation zurückgreift, kann sie in verlorene Dimensionen der Mitte und Tiefe der menschlichen Existenz vordringen. (Bauschulte zu Ekelöfs „Akrit-Trilogie”). - […] dass die klassischen Grenzen nun langsam gesprengt sind und die Gunst der Stunde genutzt werden sollte, um sich von den diversen „Interfaces” der poetischen Produktion oder Projektion wieder darauf zu besinnen, was Gedichte innerhalb des Literatursystems leisten können, sagen und sind. (Theresia Prammer, „Einstimmen”)

Die vierte Ausgabe des Festivals Für die Beweglichkeit steht unter dem Motto „Kreuzungen, Paraphrasen”. Mit Bauschulte und Prammer wurden zwei WissenschaftlerInnen eingeladen, sich eine Themenstellung zu wählen, die unter dem gleich bleibenden Plädoyer für ein Eintreten für „Beweglichkeit” auf das Motto des Festivals Bezug nimmt.
Manfred Bauschulte entwickelt, ausgehend von einer Metapher Gunnar Ekelöfs, Gedanken zu Poesie als ständig gegenwärtiges Kreuzen von Gefühl und Gedanke. Im Sinne einer „Beweglichkeit” behandelt er das Thema für die Begleitpublikation* zu dem schwedischen Dichter Gunnar Ekelöf und im Vortrag zu dem französischen Dichter René Char.
Theresia Prammer wiederum plädiert unter Heranziehung von Benn, Heidegger, Kommerrell u. v. a. für eine Besinnung auf die poetischen „Kernkompetenzen” von Dichtung und setzt diese als eigenständige Disziplin von ihrer zunehmenden Integration in andere Medienzusammenhänge ab.

MANFRED BAUSCHULTE, geboren 1956 in Westfalen, lebt in Köln. Studium der Philosophie, Literatur- und Religionswissenschaften in Bethel, Bielefeld und Berlin. Übersetzer, Herausgeber, Wissenschaftler im Bereich der Kultur- und Religionswissenschaft, aber auch mit Arbeiten zu Film und zu Literatur (u. a. zu Bresson, Dreyer, Freud, Heinrich, Michaux)
THERESIA PRAMMER, geboren 1973 in Niederösterreich, lebt als Übersetzerin, Essayistin und Literaturkritikerin in Berlin und Bologna. 2009 stellte sie für das „Schreibheft” ein Dossier zu Pasolini zusammen, dem sie wiederholt als Übersetzerin ihre Referenz erwies (u. a. „Rom, andere Stadt”, Corso 2009).

* Die Publikation zum Festival enthält neben Materialien zu allen Teilnehmenden und zur Ausstellung zentral auch die Referate.
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