Reihe „Werden Gedichte wie Häuser gebaut?”
Montag, 21. Mai 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

„Werden Gedichte wie Häuser gebaut?” (2)
Im Dickicht der Bilder

Lesung mit ULRIKE ALMUT SANDIG (Leipzig),
die Schauspielerin VERENA KOCH
liest Texte von JOSEF ENENGL (1926-1993)

Gespräch mit CHRISTIAN THANHÄUSER

Moderation: CHRISTIAN STEINBACHER

Konzept: Hans Eichhorn, Florian Huber, Regina Pintar, Christian Steinbacher

„Ich bin eine versteckte / Sanduhr, / sie pocht an mein Herz.” (Josef Enengl)
Mit dieser Veranstaltung steht die zweite Ausgabe einer neuen Reihe am Programm, die auch ein mit Lyrik wenig vertrautes Publikum zur Rezeption von Lyrik hinführen möchte. Zur Frage danach, was man mit Gedichten machen kann, gesellt sich diesmal die Frage nach dem dichterischen Setzen von Bildern.

JOSEF ENENGL, geboren 1926 in Kallham am Hausruck und aufgewachsen in Oberösterreich, lebte bis zu seinem Tod 1993 in Wien. Sein Werk wurde in seinem Todesjahr posthum mit dem Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur ausgezeichnet. Seither ist es still geworden um den Dichter und seine von Bildern gespeiste Dichtung, an die hier erinnert wird. 1957 erschien der Gedichtband „Der Vogel Simurg” im Europäischen Verlag, und in den 1970er- bis 1990er-Jahren folgten Publikationen bei Freibord und in der Herbstpresse. Am Programm stehen Texte aus „Alfred Kubins Selbstgespräch” (1981) und „Das bewegliche Inventar des Wettbüros” (1989).

ULRIKE ALMUT SANDIG, geboren 1979 in Großenhain (Sachsen), studierte Religionswissenschaft und Indologie und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie auch lebt. Ab 2005 publizierte sie in der Connewitzer Verlagsanstalt, seit 2009 bei Schöffling & Co., wo nach der Prosa „Flamingos” der Lyrikband „Dickicht” sowie - mit Texten, die sie mit der Musikerin Marlen Pelny realisierte - die CD „Märzwald. Dichtung für die Freunde der Popmusik” erschienen. Ihre Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Meraner Lyrikpreis und mit dem Leonce-und-Lena-Preis. Im Klappentext zu „Dickicht” werden Sandigs Gedichte als zugleich „schlicht und fantastisch, liedhaft und erzählend” charakterisiert.

VERENA KOCH, geboren 1961 in Bad Hersfeld, lebt seit 1998 als Schauspielerin und Regisseurin in Linz. Seit 1999 Dozentin für Schauspiel an der Anton-Bruckner-Privatuniversität. Bis 2011 war sie festes Ensemblemitglied des Landestheaters, seit 2012 arbeitet sie als freie Schauspielerin und Regisseurin.

CHRISTIAN THANHÄUSER, geb. 1956, lebt als Bildender Künstler und Verleger in Ottensheim. Der 2011 mit dem Großen Landeskulturpreis für Kunst im interkulturellen Dialog ausgezeichnete Künstler ist auch als Vermittler von AutorInnen aus dem europäischen Osten und außereuropäischen Ländern aktiv. Die Enengls Band „Das bewegliche Inventar des Wettbüros” begleitenden Holzschnitte sind die erste buchillustratorische Arbeit Thanhäusers.
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>