Buchpräsentation
Montag, 4. Juni 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1 , 19:30 Uhr

BARBARA BRONNEN: Meine Väter. Roman
(Insel Verlag, Berlin)

Lesung mit Barbara und Franziska Bronnen

Veranstaltet mit: Insel Verlag, Berlin

BARBARA BRONNEN wurde in Berlin geboren. Die Familie verließ 1942 das bombardierte Berlin, da der Vater Arnolt Bronnen, einst Brecht-, dann Goebbels-Freund, inzwischen zur Persona non grata des NS-Staates geworden war. Sie wuchs in Bad Goisern und Linz auf und lebt in München. Hier studierte sie Germanistik und Theaterwissenschaft, schloss mit der Promotion ab, arbeitete als Journalistin und lebt seit 1970 als freie Schriftstellerin.

FRANZISKA BRONNEN wurde in Bamberg als Tochter des Schriftstellers und Dramatikers Arnolt Bronnen geboren. Schauspielausbildung am Konservatorium in Linz. Theater- und Fernseharbeit, Hauptrollen in dem Fontane-Dreiteiler „Der Stechlin”, in der Serie „Jauche und Levkojen”, in „Erinnerungen an einen Sommer in Berlin”, in „Traumschiff-Folgen”, in der „Schwarzwaldklinik”. Zahlreiche Hörbuchproduktionen und Lesungen. Schwerpunkte: Texte von S. Zweig und Krimiklassiker wie E. A. Poe, A. Bierce, R. Dahl.

Zum Buch:
„Dieses Buch erzählt die dramatische, ungeheuerliche Geschichte einer österreichisch-jüdischen Familie, einer Schriftstellerfamilie. Sie beginnt in der Gegenwart, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin, auf dem der expressionistische Autor Arnolt Bronnen - Anarchist, Goebbels-Freund, Widerständler, Kommunist - begraben liegt. Und sie reicht zurück in das Auschwitz des Jahres 1867. Dort wurde der Großvater der in München lebenden Schriftstellerin Barbara Bronnen, Dr. Ferdinand Bronner, geboren, unter dem Pseudonym Franz Adamus einer der ersten naturalistischen Dramatiker. […]
Gestützt auf die umfangreichen Aufzeichnungen Ferdinand Bronners, die 1918, mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, enden und in denen er seine jüdische Herkunft konsequent verschweigt, rekonstruiert Barbara Bronnen detailreich die Geschichte des Großvaters bis zu seinem Tod im Jahre 1948 und stößt, je weiter sie vordringt, auf immer mehr Beweise, dass in dieser Familiengeschichte etwas nicht stimmt. Sie befragt Familienmitglieder, in Bronners und Bronnens geschieden, die einander ächteten, und fährt nach Auschwitz. Sie enträtselt die dramaturgische Beziehung zwischen Großvater, Großmutter und Vater, sie verfolgt die richtige Fährte, bis sich ihr schließlich der wahnwitzige Coup von Vater und Großvater entschlüsselt, ein perfides Rassespiel.”
(Verlagstext)
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