OÖ. P.E.N.-Club
Donnerstag, 13. September 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

IRMGARD PERFAHL: Worte balsamisch (Frankfurter Literaturverlag)
Lesung mit der Autorin

Veranstalter: OÖ. P.E.N.-Club

IRMGARD PERFAHL, geboren 1921 in Birkfeld/Steiermark. Studium der Germanistik. Bibliothekarin, Lehrprogrammassistentin. Reisen nach Afrika, Japan und Kleinasien. Seit 1974 freiberufliche Autorin. Lebt nach jahrzehntelangem Aufenthalt in Tübingen, seit 2002 wieder in Leonding.
Mitglied des österreichischen Schriftstellerverbandes, der Künstlervereinigung MAERZ und der Marcel Proust Gesellschaft. Publikationen u. a.: „Fahren, aber niemals ankommen”, Stuttgart 1977; „Fortbewegungen”, Stuttgart 1978; „Anscheinend unverletzt”, Stuttgart 1980; „Guten Tag, Freiheit”, Tübingen 1981; „ Schwarzes Lächeln Senegal. Poetischer Reisebericht”, Tübingen 1984; „Mosaik. Roman in 83 Teilstücken”, Tübingen 1994; „dazwischen” (zu Bildern von Jo Winter), Tübingen 1996; „Eukalyptus, was flüsterst du”, Gedichte, Tübingen 2003; „Himmel”, Weitra 2008; Übersetzungen aus dem Französischen und Italienischen (George Simenon, Mario Luzi und zehn italienische Renaissancedichterinnen).

„Zwischen die Befindlichkeitsgedichte habe ich in dem schmalen Bändchen einige historische Schlaglichter gesetzt. Sie betreffen keine zeitwendenden Ereignisse, sondern weisen auf kulturelle und künstlerische Leistungen hin. Zeugnisse solcher Leistungen sind, wenn auch rudimentär, vorhanden. Wir bewundern sie; sie vermitteln uns ein Gefühl von Zeitlosigkeit. Wir, die von Tod und Vergänglichkeit umgeben und ihnen ausgesetzt sind, empfinden gegenüber dem lange Bestehenden eine wortlose Sehnsucht, ein fast schmerzliches Glück. Die Schönheit der Artefakte ist nicht von dieser Welt; so kommt es uns vor. Wie verhält es sich mit der Schönheit der Sprache und ihrer ununterbrochenen Überlieferung? Ihre Schönheit ist Klang, er verhallt; ihre Zeichen hingegen sind beständig. Sie halten die Erinnerung an den Klang fest. Klang vermittelt Gefühle, Assoziationen können sie intensivieren und in eine bestimmte Richtung drängen. Sie können das Verhallen hinauszögern. Ebenso Alliterationen, sie sind kleine Retardierungselemente. Eine so bedachte Sprache kann sich dem Thema und Sinn eines Gedichtes innig anschmiegen.” (I. Perfahl zu „Worte balsamisch”)
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