Die Lange Nacht der Museen
Samstag, 6. Oktober 2012 bis Sonntag, 7. Oktober 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr

Großer Bücherflohmarkt im StifterHaus
von 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr Früh

Hörspiel um 19:30 Uhr: CHRISTIAN LOIDL: Das unrettbare Ich des Hermann Bahr (Ein großer Österreicher vor dem Jüngsten Gericht)

Gelesen von Mitgliedern des Ersten Wiener Lesetheaters:
MICHAEL ERNST, EVA FILLIPP,
OTTWALD JOHN, JAAN KARL KLASMANN,
THOMAS NORTHOFF, ANDREA PAULI,
und CHRISTIAN KATT (Regie)

Veranstaltet mit: ORF


Ticket
Euro 13,- für Erwachsene
Euro 11,- ermäßigt (Schüler, Studenten, Senioren, Behinderte und Ö1 Club Mitglieder)

In einem begleitenden Booklet werden die teilnehmenden Institutionen vorgestellt und verschiedene „Museumsrouten” angeboten.

Ein Bus-Shuttledienst bringt die Besucher in regelmäßigen Intervallen vom „Treffpunkt Museum” (Hauptplatz) auf den einzelnen „Museumsrouten” von teilnehmendem Museum zu teilnehmendem Museum.

Der Ticketpreis inkludiert die Fahrt mit den Bussen, den Eintritt in alle Institutionen sowie den Zugang zu den gebotenen Events.


CHRISTIAN LOIDL, geboren 1957 in Linz. Studium der Germanistik, Psychologie und Philosophie (Dissertation über die Dichterin Doris Mühringer, 1984). Ab 1985 freier Schriftsteller in Wien. Der Lyriker und Performance-Künstler schrieb auch Hörspiele, Essays, Prosa und Features; er war Mitbegründer der „Schule für Dichtung” und des „Salon” in Wien. Lesereisen, Teilnahme an Poesiefestivals in aller Welt.
Zusammenarbeit mit Musikern (Beat Furrer, Bernhard Lang, Christoph Herndler, Marwan Abado, Otto Lechner, Wolfgang Musil, Martina Cizek) und mit bildenden Künstlern (Joseph Kühn, Georg Stifter). Am 16.12.2001 tödlich verunglückt.
Weitere Infos zu Person, Werk und Publikationen via farnblüte: www.christian-loidl.net.


„Der Text stammt aus dem Jahr 1984 und stand damals knapp vor der Rundfunkbearbeitung, wurde aber dann doch nicht produziert. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. An der Qualität des Geschriebenen kann es nicht gelegen haben, wie sich alle überzeugen können, die zur Leseaufführung kommen. Der vielfach ambivalenten Person Hermann Bahrs wird mit Sinn für Witz und Aberwitz deutlich zu Leibe gerückt: Einige der vielen Masken der Titelfigur zeichnet Christian Loidl hier mit einer guten Portion Humor: Bahr ist Sozialist, Nationalist, Nazi, Antisemit, Marxist, Katholizist, ,Nervenkünstler’, Weiberheld, ,Großer Österreicher’ und noch vieles mehr.
Kammerspielartig vor ein ,Jüngstes Gericht’ gestellt, zeigt sich: Es gibt (für Bahr) keinen eindeutigen Standpunkt, keine endgültigen Lösungen, keine strenge Trennung von Schein und Wirklichkeit. Sein ,Ich’ ist ,unrettbar’ (einer Formulierung Ernst Machs gemäß). Alles bleibt (ihm) Illusion.” (Christian Katt)
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