GAV OÖ: Literatur aus Tschechien
Dienstag, 20. November 2012

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr
MARKETA PILÁTOVÁ: Mein Lieblingsbuch. Roman
(Wien: Braumüller Verlag)
Zweisprachige Lesung (Tschechisch/Deutsch) und Gespräch mit der Autorin

Zur Arbeit des Tschechischen Zentrums Wien spricht:
Direktor DI MARTIN KRAFL
Musikalische Intermezzi: TOMÁŠ NOVÁK (Violine, Akkordeon, Singende Säge)
Organisation und Moderation: RICHARD WALL

Eine Veranstaltung mit der GAV OÖ und dem Tschechischen Zentrum Wien/Kulturministerium der Tschechischen Republik

MARKÉTA PILÁTOVÁ wurde 1973 in Prag geboren. Nach einem Studium der Romanistik und Geschichte in Olmütz arbeitete sie zwei Jahre als Slawistik-Lektorin im spanischen Granada. Anschließend ging die Weltensammlerin für fünf Jahre nach Brasilien, wo sie den Nachfahren tschechischer Einwanderer die Muttersprache ihrer Eltern und Großeltern näherbrachte. Ihr erster Roman, der im tschechischen Original „Gelbe Augen weisen den Weg nach Hause” heißt, speist sich auch aus diesen Erfahrungen, und wurde sowohl von Kritik als auch Publikum in Tschechien gefeiert. Dieses Debüt erschien auf Deutsch unter dem Titel „Wir müssen uns irgendwie ähnlich sein” (Residenz Verlag 2010). Als Hispanistin arbeitet sie in der Kulturabteilung des Prager Instituto Cervantes. Als Schriftstellerin und Journalistin schreibt sie Romane, Erzählungen, Essays, Kolumnen und Kommentare; sie hat aber auch ein Kinderbuch sowie Liedtexte für die tschechische Sängerin Monika Naeva verfasst.
Zum Buch:
„In den Kulissen eines imaginären lateinamerikanischen Landes entspinnt sich die von Träumen und Übersinnlichem angereicherte Geschichte um ein Forschungsinstitut, in dem zum Heil der Menschen Schlangen gepeinigt und getötet werden. Unter den Protagonisten des lustvoll erzählten und zugleich tiefgründigen Geschehens, das sich um den weltberühmten, ambitiösen und skrupellosen Reptilienforscher Vidal und sein Institut rankt, sind eine der Schlangensprache kundige Halbindianerin, eine Prostituierte, eine TopMafiajägerin, ein Heiler, ein homosexueller Psychiater und dessen aus Polen stammender jüdischer Vater. Den Rahmen und den roten Faden der spektakulär endenden Handlung bilden aber die Kommentare des geheimnisvollen Tätowierers. Wie die um ihr Leben erzählende Scheherazade aus Tausendundeiner Nacht erzählt er Geschichten, deren Motive auch in seine Tattoos einfließen. Geschickt verspinnt die junge tschechische Erfolgsautorin Markéta Pilátová Märchen und Folkloremotive, packende Schicksale und treffende Milieuschilderungen aus der drastischen Realität von MegaMetropolen wie Sao Paulo und Buenos Aires.” (Verlagstext)
Übersetzt wurde der Roman von Julia Koudela-Hansen-Löve und Christa Rothmeier.
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