Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Dienstag, 19. März 2013

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr
ANNA MITGUTSCH: Haus der Kindheit. Roman
(Luchterhand, München 2000)
Lesung mit der Autorin

Referat: KONSTANZE FLIEDL
Moderation: KLAUS KASTBERGER

Ein Kooperationsprojekt der Alten Schmiede, Wien
und des StifterHauses Linz

„Anna Mitgutschs ,Haus der Kindheit’ berichtet von dem jüdischen Emigranten Max Berman, der nach Jahrzehnten versucht, in das elterliche Heim zurückzukehren. Der Roman beschäftigt sich aber nicht nur mit den zeitgeschichtlichen Themen von Remigration und Restitution. Er ist die Wiedergabe einer Vita, die durch einen katastrophalen Bruch markiert wurde, und damit auch eine Auseinandersetzung mit der biographischen Vorstellung eines ‚ganzen‘ erzählbaren Lebens; und er denkt nach über die Möglichkeiten der Erinnerung, über die ‚lieux de mémoire‘ und über die schmerzhafte Arbeit an der Vergangenheit. Erschienen im ,Milleniums’-Jahr, geriet das Buch zu einer der wichtigsten literarischen Auseinandersetzungen mit der Frage, was als unverbrüchlicher Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses ins 21. Jahrhundert mitzunehmen ist.” (Konstanze Fliedl)

ANNA MITGUTSCH, geboren in Linz. Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Salzburg. Assistentin an der Amerikanistik der Universität Innsbruck, Lehrtätigkeit an britischen Universitäten und in Seoul, Südkorea. 1979 - 1985 Lehrtätigkeit als Assistant Professor an Universitäten und Colleges in New York und Massachusetts. Writer in residence an verschiedenen amerikanischen Universitäten, Lehraufträge an den Universitäten in Salzburg, Graz und Innsbruck. Lebt als freischaffende Schriftstellerin abwechselnd in Linz und in Boston. Sie verfasste zahlreiche Essays und literaturwissenschaftliche Publikationen zur anglophonen und deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (S. Plath, T. Hughes, Ch. Lavant, M. Haushofer, P. Celan, amerikanische und israelische Literatur, etc.), Rezensentin für den STANDARD (Wien). Sie übersetzte Lyrik, u. a. Philip Larkin, verfasste einen Essayband „Erinnern und Erfinden” und Romane, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Romane u. a.: „Haus der Kindheit”, 2000; „Familienfest”, 2003; „Zwei Leben und ein Tag”, 2007; „Wenn du wiederkommst”, 2010.

KONSTANZE FLIEDL, Professorin für Neuere deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Universität Wien. Forschungsaufenthalte in Harvard und Yale, Gastprofessuren u. a. in Berlin, Zürich, Bern und Coimbra. 1999 Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik. Forschungsschwerpunkte: Literatur der Jahrhundertwende, Intermedialität, Editionstechnik. Aufsätze zu Canetti, Bachmann, Haushofer, Jelinek u. a. Herausgeberin der Historisch-kritischen Ausgabe von Arthur Schnitzlers Frühwerk und des „Handbuchs der Kunstzitate” (2011).

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