Reihe „Werden Gedichte wie Häuser gebaut?” (4)
Montag, 13. Mai 2013
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Ausgabe 1/2013. Von den Repititionen: Brüche, Schleifen, Beschwörungen
ALEŠ ŠTEGER (Slowenisch/Deutsch) sowie Gedichte und Textkörper von
ANDREA DRUMBL und MARTIN K. MENZINGER
Lesungen der Autor/innen

Konzept und Moderation: CHRISTIAN STEINBACHER

Konzept: Hans Eichhorn, Florian Huber, Regina Pintar, Christian Steinbacher

„Der Unsinn in den Gedanken. Ein erweitertes Hier. So wächst deine Welt.” (Aleš Šteger) Mit dieser Veranstaltung steht die vierte Ausgabe einer Reihe am Programm, die auch ein mit Gedichten wenig vertrautes Publikum zur Lyrik hinführen möchte. Als Klammer dient diesmal das poetische Formprinzip der Wortwiederholung.

ALEŠ ŠTEGER, geboren 1973, zählt zu den wichtigsten Stimmen der slowenischen Gegenwartsliteratur. Bücher in deutscher Übersetzung erschienen bei Suhrkamp, in der Edition Korrespondenzen, der Edition Thanhäuser und nun 2012 aktuell bei Schöffling & Co. der Band „Buch der Körper”. Der Übersetzer Matthias Göritz hebt das dauernde Kippen in Štegers Poesie hervor; die Kritik betont das „Tasten von Wort zu Wort” in einer „Gratwanderung zwischen Abstraktion und Anschaulichkeit” (FAZ) oder ein Ausreizen der Möglichkeiten, die dem Autor „die Metaphorik des Körpers als Sprache und der Sprache als Körper bietet” (NZZ). Der mehrfach ausgezeichnete Autor liest auf Deutsch und im Original.

MARTIN K. MENZINGER und ANDREA DRUMBL waren kürzlich im ORF/Radio Ö1 mit einem ge-
meinsamen SMS-Dialog zu hören. Beider Schreiben prägt unter anderem auch ein gezielter Einsatz von Wortwiederholungen, was auch den ersten Teil von ŠTEGERS „Buch der Körper” kennzeichnet.

ANDREA DRUMBL, geboren 1976 in Lienz, aufgewachsen in Kötschach-Mauthen, studierte Deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, wo sie auch größtenteils lebt. Für ihre Gedichte erhielt sie 2010 den Kärntner Lyrikpreis. Heuer erschien in der edition atelier ihr Buchdebüt, der Roman „Die Vogelfreiheit unter einer zweiten Sonne, weil die erste scheint so schön”.

MARTIN K. MENZINGER, geboren 1968 in Lachen (Schweiz), verbrachte seine Kindheit auf dem Lande in der Region Basel und in Waidhofen an der Ybbs und studierte 1989-96 an der Kunsthochschule in Linz, wo er seither lebt. Seine pathosdurchwirkte Kunstsprache siedelt im Zwischenbereich von Poesie, Prosa, Monolog und Theater. 2009 produzierte der ORF das Hörspiel „Trixi Baby. Eine Curretage”, das auch als „Text-Körper” an Theatern in Linz, Trier und Wien sowie als „Hör-Gang” in Langenthal realisiert wurde. Der Autor wurde mit dem Preis der Société des Auteurs Lausanne und dem 2. Preis bei der „Floriana” 2010 (für „spalten”, 2012 als Theatertextpublikation im Verlag Kaiser, Wien) ausgezeichnet.

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