Vortrag
Donnerstag, 23. Mai 2013
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

UNIV. PROF. DR. KLAUS AMANN:
Robert-Musil-Institut für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv, Universität Klagenfurt)

Der „Anschluss” der österreichischen Literatur an das Dritte Reich

Begrüßung: PETRA-MARIA DALLINGER

Eine Veranstaltung zum 75. Jahrestag des österreichischen 'Anschlusses' an das Deutsche Reich

KLAUS AMANN, geboren 1949, Professor für Neuere Deutsche Literatur und Leiter des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung der Universität Klagenfurt sowie des Kärntner Literaturachivs. Dissertation über Adalbert Stifters „Nachsommer” (1978), Habilitation über den „Anschluss österreichischer Schriftsteller an das Dritte Reich” (1988, 2. Erw. Aufl. 1996). Zahlreiche Buchpublikationen, Herausgeberschaften und Aufsätze vor allem zur Literaturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt u. a.: „Peter Handke. Poesie der Ränder. Mit einer Rede Peter Handkes”, Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2006 (gem. m. F. Hafner und K. Wagner); „Robert Musil - Literatur und Politik. Mit einer Neuedition ausgewählter politischer Schriften aus dem Nachlass”, Reinbek: Rowohlt 2007; Kommentierte digitale Edition sämtlicher Werke, Briefe und nachgelassener Schriften Robert Musils. (DVD) 2009 (gem. mit W. Fanta und K. Corino); „Gert Jonke: Sämtliche Gedichte”, Salzburg-Wien: Jung und Jung 2010 (Hrsg.); „Christine Lavant: Das Wechselbälgchen”, Göttingen: Wallstein 2012 (Hrsg).


Zum Vortrag:
Der „Anschluss” Österreichs an das Dritte Reich im März 1938 bedeutete keine handstreichartige Übernahme der Macht im kulturellen Bereich. Er war vielmehr der Schlusspunkt und die Krönung einer langjährigen kontinuierlichen Vorbereitungsarbeit, die zum Ziele hatte, die kulturellen Institutionen, die Verlage, die Schriftstellervereine, die Redaktionen in Österreich zu unterwandern, ideologisch zu infiltrieren und für die „Heimkehr ins Reich” vorzubereiten. Klaus Amann wird in seinem Vortrag an einigen markanten Beispielen zeigen, wie diese konspirative Unterwanderung im literarischen Bereich ins Werk gesetzt wurde, welches die Motive und Strategien waren und welche Autorinnen und Autoren die Drahtzieher und Profiteure waren.
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