Buchpräsentation
Dienstag, 28. Mai 2013
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Aus dem Thomas-Bernhard-Archiv
Thomas Bernhard: Argumente eines Winterspaziergängers. Zwei Fragmente zu „Frost” mit dem Faksimile des "Leichtlebig"-Typoskripts
Hrsg. von Raimund Fellinger und Martin Huber
(Suhrkamp Verlag, Berlin)

Vorstellung des Bandes durch MARTIN HUBER
MARTIN SCHWAB liest Ausschnitte aus den Fragmenten.

Veranstaltet mit dem Thomas-Bernhard-Archiv in Gmunden, Forschungsinstitut der Thomas-Bernhard-Privatstiftung, mit dem Literaturarchiv der Universität Salzburg und dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich

Zum Buch:
„Im Mai 1963 - also vor genau 50 Jahren - erschien Thomas Bernhards Debut-Roman ,Frost’ im Frankfurter Insel Verlag. Aus Anlass dieses Jubiläums erscheint im Mai 2013 im Suhrkamp Verlag ein Band, der erstmals genaueren Einblick in die Entstehungsgeschichte gibt, indem er zwei aufschlussreiche Vorstufen präsentiert. An diesen lässt sich ablesen, dass ,Frost’ keineswegs aus dem Nichts kam, sondern das Resultat eines intensiven Arbeitsprozesses mit mehreren, sich durchaus deutlich unterscheidenden Fassungen war. ,Argumente eines Winterspaziergängers’ ist ein 19-seitiges Manuskript, das sich im Nachlass von Gerhard Fritsch in der Wienbibliothek gefunden hat. Es handelt sich dabei um einen Auszug, in dem Bernhard offenbar für eine Vorabveröffentlichung in der von Gerhard Fritsch als verantwortlichem Redakteur betreuten Literaturzeitschrift ,Wort in der Zeit’ signifikante Passagen zusammengestellt hat. Aus unbekanntem Grund kam es allerdings nie zu dieser Veröffentlichung. Aus der frühesten Schreibphase zu ,Frost’ stammt das aus 29 Blättern bestehende ,Leichtlebig’-Typoskriptfragment (W 1/1, Thomas-Bernhard-Archiv, Gmunden), wahrscheinlich entstanden im Jänner und Februar 1962 in Salzburg und St. Veit im Pongau. Den auffälligsten Unterschied zum später publizierten Roman bilden die Hauptfiguren des Typoskriptfragments und die Situierung des Geschehens. Das bestimmende Figurenpaar bilden ein Eisenbahnbediensteter aus Attnang-Puchheim mit dem Namen Leichtlebig, der u. a. Artikel für des Mitteilungsblatt der Gewerkschaft schreibt, und ein aus der Hauptstadt Wien stammender, namenlos bleibender Doktor, der Angestellter der Tabakregie war und nun in Pension ist; das Gasthaus ist zunächst in Lambach angesiedelt, wohin Leichtlebigs ursprünglich in einem Eisenbahnererholungsheim in Schallerbach vorgesehener Erholungsaufenthalt kurzfristig verlegt wird.” (Martin Huber)

MARTIN HUBER, Leiter des Thomas-Bernhard-Archivs in Gmunden, Herausgeber der Thomas-Bernhard-Werkausgabe (Suhrkamp Verlag), Publikationen und Ausstellungen zu Thomas Bernhard.


MARTIN SCHWAB ist einer der wichtigsten Bernhard-Schauspieler; er verkörperte von allen Mitwirkenden an Peymanns maßgeblichen Uraufführungs-Inszenierungen die meisten Rollen in Stücken von Thomas Bernhard. Seit Jahren tritt er auch sehr erfolgreich mit Bernhard-Lesungen auf.

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