Buchpräsentationen
Donnerstag, 13. Juni 2013
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

JOSEF WINKLER:
Mutter und der Bleistift
Wortschatz der Nacht
(Suhrkamp Verlag, Berlin)
Lesung mit dem Autor

Einführung: STEFAN GMÜNDER

Veranstaltet mit: Suhrkamp Verlag, Berlin

JOSEF WINKLER, geboren 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten. Seit 1982
freier Schriftsteller. Er lebt derzeit in Klagenfurt. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u. a.: Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 2007; Georg Büchner-Preis 2008. Buchpublikationen u. a.: „Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot”, Frankfurt am Main 2008; „Die Wetterhähne des Glücks und die Totenkulterer von Kärnten. Zwei Litaneien”, Klagenfurt 2011; „Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär oder Die Wutausbrüche der Engel”, Berlin 2011.

STEFAN GMÜNDER, geboren 1965 in Bern, Literatur-Redakteur des „Standard”. Herausgeber: „die republik nizon. eine biographie in gesprächen”, 2006.


Zu „Mutter und der Bleistift”:
„Es beginnt im indischen Ellora, wo der Erzähler stundenlang durch die buddhistischen, aus dem Fels gehauenen Tempel geht. In den Ruhepausen schlägt er Ilse Aichingers Kleist, Moos, Fasane auf. Durch einen bestimmten Satz sieht er sich ins Jahr 1943 versetzt, in dem der Großvater einen Brief ausgehändigt bekommt, worin steht, dass nun auch Adam, sein dritter Sohn, im Krieg gestorben ist. Seine Tochter, die spätere Mutter des Erzählers, wird über den Tod des Bruders mit den Worten „Der Adam kommt auch heim, aber anders …” in Kenntnis gesetzt. Daraufhin kehrt Schweigen in den Bauernhof ein. Ihr Leben lang wird die Mutter, die kürzlich gestorben ist, eine Schweigende sein. ,Mutter und der Bleistift’ schildert Szenen aus ihrem Leben. … Roppongi, dem Requiem für einen Vater’ (2007), lässt Josef Winkler mit ,Mutter und der Bleistift’ ein Requiem für die Mutter folgen.”
(Verlagstext)

Zu „Wortschatz der Nacht”:
„Gestern abend, im Bett auf dem Rücken liegend, stellte ich mir meinen Tod vor. Ich schloß die Hände zum Gegengebet. Ich begann zu lächeln und versuchte diesen Gesichtsausdruck solange wie möglich zu bewahren. Meine Maske also …”
”Dass Tod lebendig macht, es gilt jedenfalls für das Schreiben dieses Autors. Todesfurcht -Sehnsucht, Schrecken und Faszination - treiben Josef Winkler von Werk zu Werk. 1979, direkt nach der Niederschrift seines ersten Romans ,Menschenkind’, brachte er in einem ,Wortanfall’ weniger Nächte hundert Seiten rauschhafter Prosa, einen ,Bildersturm’, zu Papier. …, zum 60. Geburtstag des Büchner-Preisträgers, wird dieses Jugendwerk zum ersten Mal als Buch veröffentlicht. Eine Neu- und Wiederbegegnung steht an.” (Verlagstext)
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