Buchpräsentation
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

LUDWIG LAHER: Bitter. Roman
(Wallstein Verlag, Göttingen)
Lesung mit dem Autor
Einführung: GÜNTER KAINDLSTORFER

Veranstaltet mit:
Wallstein-Verlag, Göttingen
LUDWIG LAHER, geboren 1955, studierte in Salzburg Germanistik, Anglistik und klassische Philologie. Ab 1979 arbeitete er als Lehrer, Übersetzer und Autor von Romanen, Erzählungen, Lyrik, Essays, Hörspielen, Drehbüchern. Seit 1998 hauptberuflich freier Schriftsteller, lebt Laher in St. Pantaleon und Wien. Übersetzungen seiner Bücher erschienen auf Englisch, Französisch, Japanisch, Kroatisch, Spanisch. Laher erhielt zahlreiche Literaturpreise: 2011 wurde er für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschienen von ihm die Romane „Herzfleischentartung”, 2009; „Einleben”, 2009 und „Verfahren”, 2011 sowie der Prosaband „Kein Schluß geht nicht”, 2012.

Zum Buch:
„Bis zu seinem Tod Ende der fünfziger Jahre ist Bitter immer elegant davongekommen, nun wird ihm endlich im Erzählen der Prozess gemacht. Ludwig Laher zeichnet - minutiös recherchiert - in verschiedenen Tonlagen den bemerkenswerten beruflichen wie privaten Werdegang des Gestapo-Chefs von Wiener Neustadt und Massenmörders von Charkow nach (der in Wirklichkeit anders hieß). Manchmal ist der Erzähler distanziert wie ein Chronist, an anderer Stelle ganz nah am Geschehen, sodass er fast in den Kopf seines Helden steigt, dann wieder hält er diese Nähe nicht aus und verschafft sich in Ausbrüchen Luft. Wert legt Laher auf die kleinen, sonst oft übersehenen Details, etwa wenn er erzählt, wie Bitter nach dem Krieg ausgerechnet von einem prominenten jüdischen Anwalt verteidigt wird, dessen Eigentum er Jahre zuvor arisiert hatte, inklusive der großen Limousine, die er stolz durch Wiener Neustadt steuerte. Das moralische Urteil kann keinem Zweifel unterliegen, und doch gestattet Lahers erzählerischer Zugriff, dass man diesem Mann und den Verhältnissen, in denen er sein Unwesen trieb, ganz nahekommt.” (Verlagstext)

GÜNTER KAINDLSTORFER, geboren 1963 in Bad Ischl, aufgewachsen in Wels. Journalistische Tätigkeit bei der „Wiener Zeitung”; Feuilletonleitung bei der „Arbeiter Zeitung”, „Die Presse” („Spectrum”), Redakteur bei „Ö1”. Arbeitet als Journalist u. a. für den ORF, den Deutschlandfunk, den Bayerischen Rundfunk, den WDR, den SWR, das Schweizer Radio DRS und für 3Sat. Literarisches Debüt unter dem Pseudonym „Günter Wels”: „Maitage”, Erzählungen, Wien 2010.
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