5 Jahre Reihe Essayistik
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Unter dem Thema „Schreiben und Wirklichkeit” spricht DR. PETER HUEMER, der Moderator der Reihe, mit den Gästen ANNA MITGUTSCH, GERHARD ROTH und WERNER SCHNEYDER.

Michael Scharang, einer der profiliertesten österreichischen Essayisten, war im April 1999 erster Gast einer Lese und Diskussionsreihe, die es bis heute auf knapp 25 Einzelveranstaltungen gebracht hat. Integrativer Bestandteil des Konzepts, das der „Reihe Essayistik” zugrundeliegt, ist ein an die Lesung anschließendes Gespräch mit der Autorin/dem Autor. Dieses wurde von Anfang an von dem ORF-Journalisten Peter Huemer moderiert. Der letzte Teil des Lese und Gesprächsabends war dabei immer von einer regen Beteiligung des Publikums geprägt. Die Reihe zeigt, dass bedeutende österreichische Autorinnen und Autoren zuweilen auch essayistische Formen benützen, in denen sie Stellungnahmen zu aktuellen künstlerischen wie auch politischen und gesellschaftlichen Tendenzen abgeben und solcherart eingreifen in den öffentlichen Diskurs. Die prononciertesten unter ihnen, darunter auch Anna Mitgutsch, Gerhard Roth und Werner Schneyder, haben in den letzten 5 Jahren schon im StifterHaus gelesen und diskutiert. Die Reihe wird fortgesetzt.

Anna Mitgutsch, 1948 in Linz geboren. Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Salzburg. Dr. phil.. Universitätsassistentin in Innsbruck und an mehreren ausländischen Universitäten (Korea, England, Amerika). Lebt in Linz und Boston. Längere Aufenthalte in Israel. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. U. a.: Brüder Grimm-Preis 1985; OÖ Landeskulturpreis 1986; Anton Wildgans-Preis 1992; Würdigungspreis für Literatur der Republik Österreich 2000; Solothurner Literaturpreis 2001.
Buchveröffentlichungen u. a.: "Die Züchtigung", Roman, Düsseldorf 1985; "Das andere Gesicht", Roman, Düsseldorf 1986; "Ausgrenzung", Roman, Darmstadt 1989; "In fremden Städten", Roman, Frankfurt/Main 1992; "Abschied von Jerusalem", Roman, Berlin 1995; "Erinnern und Erfinden", Grazer Poetikvorlesungen, Graz 1999; „Haus der Kindheit”, Roman, München 2000; „Familienfest”, 2003.

Gerhard Roth, geboren 1942 in Graz, lebt als freier Schriftsteller in Wien und in der Südsteiermark. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus "Die Archive des Schweigens". Seitdem erschienen die Romane "Der See" (1995), "Der Plan" (1998), "Der Berg" (2000) und „Der Strom” als erste Bausteine des im Entstehen begriffenen, ebenfalls siebenteiligen Zyklus "Orkus". Gerhard Roth wurde unter anderem mit dem Alfred-Döblin-Preis 1983, dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 1992, dem Peter-Rosegger-Literaturpreis des Landes Steiermark 1994, dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 1994, dem Bruno-Kreisky-Preis 2002, ausgezeichnet.

Werner Schneyder, geboren 1937 in Graz, aufgewachsen in Klagenfurt. Studium der Publizistik in Wien, Dr. phil.. Zunächst freier Journalist, Werbetexter, Dramaturg. Seit 1965 freier Autor. Ab 1974 politisch-literarisches Kabarett, zuerst im Duo mit Dieter Hildebrandt, dann solo. Zahlreiche Tourneen und TV-Sendungen (auch Show und Sport). Theaterarbeit (Regie und Darstellung). Zeitungskolumnen. Lesungen. Buchveröffentlichungen u. a.: "Reimzeit", Gedichte; "Schreibzeit", Satiren; "Zeitspiel", Feuilletons und Erzählungen; "Meiningen oder die Liebe und das Theater", Ein Bericht; "Karrieren oder Das letzte Drittel entscheidet"; „Ansichten eines Solisten”, Wien 2002. Preise und Auszeichnungen u. a.: Theodor-Körner-Förder-Preis 1966; Karl-Renner-Förderpreis für Publizistik 1974; Nestroy-Ring der Stadt Wien, Deutscher Kleinkunstpreis 1984; Buxtehuder Kleinkunst-Igel 1987; Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder an der Weser 1999.
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