Reihe „Werden Gedicht wie Häuser gebaut?” (8)
Montag, 5. Mai 2014
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Ausgabe 2/2014: Zwischenmomente
Gedichte von ANTONIA RAHOFER
im Konnex mit Improvisationen von BERNHARD GEIGL
NICO BLEUTGE: „verdecktes gelände”, Gedichte

Konzept und Moderation: CHRISTIAN STEINBACHER

Ein Projekt des StifterHauses, konzipiert von Hans Eichhorn, Florian Huber, Regina Pintar, Christian Steinbacher

„farnkraut, fast tastbar / hinter den scheiben, fast / eine öffnung in diese / straßen, schotterschneisen.” (Nico Bleutge) … „gehen / bis die beine von selbst / gehen / moorwasser, fahlgrün / zieht abwärts” (Antonia Rahofer) … Mit dieser Veranstaltung steht die bereits achte Ausgabe einer Reihe am Programm, die auch ein mit Gedichten wenig vertrautes Publikum zur Lyrik hinführen möchte. Als Klammer und Motto dient diesmal ein Fassen von Gedichten als Zwischenmomente.

NICO BLEUTGE, geboren 1972 in München, studierte Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine Rhetorik und Philosophie in Tübingen und lebt als Lyriker und Literaturkritiker in Berlin. Im C. H. Beck Verlag erschienen die Gedichtbände „klare konturen” (2006), „fallstreifen” (2008) und zuletzt „verdecktes gelände” (2013). Seine Lyrik wurde mehrfach ausgezeichnet, hierzulande zuletzt mit dem Erich Fried-Preis 2012. Das Thema seiner Naturbilder entwerfenden Lyrik ist das sinnliche Erfassen selbst und seine Beweglichkeit. Die Kritik spricht von einem Erkunden von Übergängen, von Membranen und von einem „Konzept einer Dichtung der subtilen Wahrnehmungsnuance” (so Michael Braun).


ANTONIA RAHOFER, geboren 1983 in Linz, lebt in Wien. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Cultural Studies in Innsbruck, Wien und Aix-Marseille. Als freie Autorin und Kulturwissenschaftlerin (u. a. zum Interview als künstlerische Praxis) widmet sie sich künstlerischen Projekten an der Schnittstelle von Text, Musik und bildender Kunst. In Zeitschriften wie etwa „Salz” oder „Die Rampe” publizierte sie eine Prosa, deren schlingernde Sprache sich über die Bildfolgen wie auch den Rhythmus der Poesie öffnet. Für das Improvisations-Lehrbuch des Musikers Bernhard Geigl hat sie aktuell Kurzgedichte gefertigt.

Der Komponist und Musiker BERNHARD GEIGL, geboren 1980 in München, lebt in Wien. 2013 gewann er den Gustav Mahler Kompositionspreis. Aktiv ist er unter anderem als Keyboardspieler der zwischen Jazz und Rock siedelnden Linzer Band „Arktis/Air” (aktuelles Album „en-trance”, 2013). Er unterrichtet im „Zentrum für Musikvermittlung Wien 13” unter anderem Musiktheorie. Momentan arbeitet er an einem Lehrbuch für Improvisation, wozu Antonia Rahofer Textbeigaben beigesteuert hat.
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