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Verleihung der Heimrad-Bäcker-Preise
Montag, 25. Juni 2012
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Grußworte:
Bernhard Baier, Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag

Vortrag:
CLAUDIA THEUNE: Mauthausen/Funde. Perspektiven Heimrad Bäckers und der historischen Archäologie auf Relikte aus dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Lesung: CHRISTIAN FILIPS (Förderpreis)
Laudatio: ULF STOLTERFOHT

Lesung: URS ALLEMANN (Heimrad-Bäcker-Preis)
Laudatio: FRANZ JOSEF CZERNIN

Die Vergabe der Heimrad-Bäcker-Preise wird maßgeblich unterstützt durch die Förderung des Kulturamts der Stadt Linz gemeinsam mit der Direktion Kultur des Landes Oberösterreich sowie durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

Neben der Arbeit an seinem literarischen Werk "nachschrift" hat Heimrad Bäcker seit den späten 1960er Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen fotografiert und Fundstücke (Türangeln, Werkzeuge, Gebäudereste etc.) sichergestellt. Die Fotografien und Relikte fügt Bäcker in sein „System nachschrift" ein und hebt sie damit in den Rahmen der Kunst. Mit diesem Rahmenwechsel eröffnet Bäckers Werk Erkenntnisarbeit zu Genese und Struktur der Shoah. Die Historikerin und Archäologin Claudia Theune untersucht in ihrem Vortrag, wie Heimrad Bäckers Arbeit im Kontext der historischen Archäologie zu positionieren ist. Dieses Gedenken an den Autor wird durch die jährliche Vergabe der „Heimrad-Bäcker-Preise” ergänzt: Nach Entscheidung der Jury (Franz Josef Czernin, Thomas Eder und der letztjährige Preisträger Ulf Stolterfoht) werden die diesjährigen Preise verliehen an: Urs Allemann (Heimrad-Bäcker-Preis) und Christian Filips. (Förderpreis).

CLAUDIA THEUNE, Studium der Ur- und Frühgeschichte in Marburg und Bonn. Habilitation 2001 über Kontinuitäten und Wandel zwischen der Spätantike und dem Frühmittelalter in Südwestdeutschland und der Nordschweiz. Seit 2007 Professorin für Ur- und Frühgeschichte mit einem Schwerpunkt auf Mittelalter- und Neuzeitarchäologie an der Universität Wien. Seit 2006 zeitgeschichtliche Archäologie in ehemaligen Zwangsarbeiterlagern und Konzentrationslagern (u. a. im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seiner Außenlager in Österreich).

URS ALLEMANN, geboren 1948 in Schlieren bei Zürich. 1986-2004 Feuilleton-Redaktor der Basler Zeitung. Lebt heute als Autor und Poesie-Performer in Reigoldswil/Schweiz. Bücher (u. a.): „Babyficker”, Erzählung (Deuticke 1992); „Der alte Mann und die Bank. Ein Fünfmonatsgequassel” (Deuticke1993); „Holder die Polder. Oden Elegien Andere” (Urs Engeler 2001); „schœn! schœn!”, Gedichte (Urs Engeler 2003); „im kinde schwirren die ahnen”, 52 gedichte (Urs Engeler 2008).

CHRISTIAN FILIPS, 1981 geboren, lebt als Autor und Dramaturg in Berlin. Seit 2010 gemeinsam mit Urs Engeler Herausgeber der „roughbooks". Bücher: „Heiße Fusionen I. roughbooks” (Berlin / Holderbank 2010); „Schluck auf Stein”, Gedichtband (Elfenbein-Verlag, Heidelberg 2001); Übersetzungen (u. a.): Dunckler Enthusiasmo, Friulanische Gedichte von Pier Paolo Pasolini (Urs Engeler Editor 2009).
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